Skibindung

 

SkibindungSkibindungen sind die wahrscheinlich die am stärksten vernachlässigten, jedoch wichtigsten Bestandteile der gesamten Skiausrüstung. Da in den meisten Fällen Ski-Sets verkauft werden und keine Einzelbretter mit separaten Bindungen haben sich bisher die wenigsten große Gedanken um die Skibindung gemacht. Prinzipiell gibt es bei den modernen Bindungen auch kaum noch merkbare Unterschiede, doch im Folgenden sollen die groben Unterschiede zwischen den Skibindungen deutlich gemacht werden.

Die verschiedenen Skibindungsarten

Es werden zwei Arten von Skibindungen unterschieden: Skibindungen für Telemark-Ski und Bindungen für Alpinski. Bei den Bindungen mit Telemarkfunktion handelt es sich im Prinzip auch um Alpinskibindungen, jedoch sind diese grundlegend anders aufgebaut. Bei Telemarkbindungen befindet sich die Ferse des Skifahrers nicht fixiert in der Bindung, sondern kann angehoben werden. Dies ermöglicht durch das Anwinkeln eines Beines eine extrem dynamische Kurvenlage und eine hohe Kraftausübung auf die Ski. Das Fahrgefühl mit Telemarkski ist ein ganz besonderes und sollte von jedem Skifahrer mindestens einmal selbst erlebt werden.

Im Gegensatz zu den Telemarkbindungen sind die Skischuhe bei einer klassischen Skibindung fixiert. Die Verbindung von Ski und Skischuh, letztendlich also von Fahrer und Ski wird durch die Bindung gewährleistet. Die Einstellung der Bindung sollte zunächst einem Fachmann überlassen werden. An nahezu jeder Gondelstation findet ihr ein Skigeschäft in dem die Skibindung innerhalb weniger Minuten perfekt eingestellt wird. Die richtige Einstellung der Skibindung ist sehr wichtig, da die Ski im Falle eines Sturzes nicht am Schuh kleben bleiben sollten, sondern sich davon lösen müssen. Die Verletzungsgefahr steigt bei nicht sachgerecht eingestellten Bindungen enorm.

Skibindung mit integrierter Aufstiegsfunktion

Für fortgeschrittene Fahrer kann eine Bindung mit Aufstiegsfunktion interessant sein. Seit dem Jahr 2008 werden immer mehr Bindungen mit Aufstiegsfunktion auf den Markt gebracht. Der große Vorteil ist, dass diese Bindungen den Aufstiegs-Vorteil einer reinen Tourenbindung mit dem relativ geringen Gewicht und guten Fahrkomfort einer klassischen Bindung vereinen.

Tourenfunktion von Skibindungen

Die bereits erwähnte Aufstiegsfunktion von Skibindungen ist aus den Modellen der Skibindungen entstanden, die explizit für das Fahren im Gelände entworfen wurden. In den siebziger Jahren wurde das Fahren abseits der Piste für viele Skifahrer attraktiv. Um an die entlegensten Orte zu gelangen mussten die Skifahrer dort hin wo keine Gondeln fahren. Die Alternative zum extrem teuren Heli-Skiing zeigt sich im eigenen Aufstieg. Um mit Skiern auf den Gipfel eines Berges zu gelangen muss die Ferse des Skischuhs beweglich sein. Dies wurde durch Skibindungen mit der speziellen Funktion gewährleistet. Nicht gleichzusetzen, aber in der Funktionsweise nicht zu unterscheiden sind die Skibindungen für Telemarkski und Skibindungen mit Tourenfunktion. Bei dem Aufstieg werden Felle verwendet um das Abrutschen vom Hang zu vermeiden.

Skibindungen für Alpinski

Grundsätzlich werden bei den Bindungen für Pistenski zwei Arten unterschieden.

1. Plattenbindungen

2. Skibindungen mit getrennten Vorder- und Hinterbacken

Bei den Plattenbindungen ist der Vorder und Hinterteil der Bindung mit einer festen Platte miteinander verbunden. Der Sinn von dieser Bindung liegt darin eine höhere Standposition des Skifahrers zu erreichen. Der Vorteil einer höheren Standposition liegt in der besseren Möglichkeit um Druck auf die Kanten des Skis auf zu bauen. Daher wird diese Bindungsart besonders oft bei Carving-Ski verwerndet. Je höher die Standposition, desto kleiner kann der Radius des Skis sein. Getrennte Vorder- und Hinterbacken der Skibindungen haben den Vorteil, dass die Ski an Gewicht sparen. Ausserdem wird durch die verringerte Standhöhe des Skifahrers ein direkteres Fahrgefühl auf dem Schnee erreicht. Insbesondere für Fahrer, die sich viel im Freeki Park aufhalten, sind die zweiteiligen und leichteren Bindungen sehr empfehlenswert, da hierbei ein paar Gramm am Fuß eingespart werden können.

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