Feb 072013
 

In den 90er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrtausends stiegen immer mehr Skifahrer auf Snowboards um. Die große Beliebtheit der Snowboards lag an der Vielfältigkeit verschiedener Tricks, die diese den Wintersportlern ermöglichten. Doch vor ein paar Jahren erlebten Skier ein Revival, und heutzutage trifft man fast genauso viele Skifahrer in den Funparks wie Snowboardfahrer, die atemberaubende Tricks über sämtliche Obstacles hinlegen. Der Grund dafür lässt sich auf ein einziges Wort reduzieren: Twintips.

Twintips: die besondere Freestyle-Variante unter den Skiern

TwintipSkier zeichnen sich – abgesehen von der Tatsache, dass sie als Paar gefahren werden natürlich – durch ein flaches Ende und eine nach oben gebogene Spitze aus. Die Spitzen der Skier werden im Fachjargon als Tips bezeichnet. Wie der Name vermuten lässt, sind Twintips daher Skier, die über zwei hochgebogene Spitzen verfügen – jeweils eine am vorderen Ende, als auch am hinteren Ende, bei normalen Skiern als Tail bezeichnet. Die beiden Tips ist zwar die offensichtlichste, aber nicht die einzige besondere Eigenschaft der Twintips. Neben den beiden Tips verfügen Twintips über eine weichere Flex mit einem robusteren Kern und einer stabileren Kantenkonstruktion und meistens auch über eine vergleichsweise geringe Taillierung. Außerdem wird bei Twintips die Bindung ziemlich mittig montiert. All diese Eigenschaften ermöglichen dem Skifahrer auf der Piste ganz neue Möglichkeiten. Durch die Beschaffenheit der Twintips, insbesondere ihrer aufgebogenen Spitzen, erleichtern sie vor allem das Rückwärtsfahren, Fakie genannt, da sich der Tail nicht mehr in den Schnee bohren kann. Außerdem lässt sich mit den Twintips problemlos im Fahren die Fahrtrichtung wechseln. Die erhöhte Flex und die stabileren Kanten sorgen außerdem für mehr Möglichkeiten und Stabilität beim Tricksen. Wenn die beiden Enden der Skier l hinsichtlich ihrer Form als auch hinsichtlich ihrer Flex vollkommen identisch sind, so dass die Bindung genau mittig auf den Skiern montiert werden kann und ihre Richtung dabei aber keine Rolle spielt, spricht man von True Twins.

Twin Tips bei Snowboards

Auch unter den Snowboards gibt es Twintips mit einer hochgebogenen Nose und einem deutlich gebogenen Tail sowie einem Stance, der viel mittiger als bei anderen Boards ist. Doch diese Form ist bei den Boards keine solche Besonderheit wie bei den Skiern, sondern der übliche Shape bei Freestyle Snowboards. Wie bei den Skiern funktioniert dadurch auch das Fakiefahren sehr viel besser als mit anderen Boards. Bei den Twin Boards wird zwischen Directional Twins und True Twins unterschieden. Wie bei den Skiern sind bei beiden Varianten Nose und Tail in ihrer Form symmetrisch. Bei den True Twins ist nicht nur die Form, sondern auch Flex und Taillierung vollkommen identisch, während die Directional Twin Boards ein leichtes Setback haben, und ihre Flex etwas härter und der Shape etwas enger beim Tail als bei der Nose ist. Beide Boards eignen sich sehr gut zum Fakiefahren. Während sich das True Twin in jeder Fahrtrichtung völlig gleich verhält, lassen sich mit dem Directional Twin aufgrund seiner Beschaffenheit leichter Backside Kurven fahren, also solche, bei denen die Rückseite des Oberkörpers dem Hang zugewandt ist. Die unterschiedlichen Typen von Snowboards findet ihr unter bluetomato.com.

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